• Amann Brankica

Erste Meisterschaft - Nail Master Competition in Kalkar November 2018

Aktualisiert: 24. Apr 2019

Nervenkitzel, Aufregung, Freude, Tränen, Spannung, Stress, müdigkeit, Zweifel und Stolz - In diesen drei Tagen war alles dabei und ich bretterte ungebremst auf dieser achterbahnfahrt der emotionen dahin!


Die erste Hürde zum ersehnten Pokal, die es zu überwinden galt, war der Freitagabendverkehr von Vorarlberg nach Kalkar in Deutschland in elend langen neuneinhalb Stunden nur um dort angekommen mit Erschrecken festzustellen, dass ich das wichtigste Utensil für die Stampingmeisterschaft - nämlich den Stempel - vergessen hatte mitzunehmen. Zusätzlich hatte ich unerklärlicherweise auch keine Jacke mit dabei. Dies wurde mir vor lauter Aufregung und der dadurch aufsteigenden Hitze in mir aber erst am nächsten morgen schmerzlich bewusst, als es um 8 Uhr früh nach draußen in klirrender Kälte zum Frühstück ins Restaurant gehen sollte.


Einmal mehr glänzte mein Schatz durch Fürsorge und Selbstlosigkeit und stellte mir seine Jacke und mütze zur verfügung damit ich, schon vor Abfahrt bereits etwas Angeschlagene, weniger und er dafür leider mehr frieren musste.

Das Universum hatte ebenfalls Erbarmen mit mir was den Stempel anbelangte, denn zeitgleich zur Meisterschaft fand die Beauty Live statt, das kleine Mekka der Beauty- und Nailspezialisten wo alles zu finden ist was der gedächtnisschwache Naildesigner so braucht.


Nachdem die kleineren Katastrophen aus der Welt geschafft wurden, wartete schon die nächstgrössere in den Startlöchern.

Die erste Kategorie an die ich mich wagte war Studiorefill mit rotem Fullcover. Sollte locker zu schaffen sein dachte ich mir noch kühn.

Leider kamen , spontan und aus dem nichts aufgetaucht, schiefe Seitenlinien mit ins Spiel. Vom Grössenwahnsinn gepackt mussten diese nach dem Startschuss natürlich noch korrigiert werden, Die anfängliche Zuversicht ging langsam über in Resignation und mündete zum Schluss schnell in pure Verzweiflung als die letzten zwei Minuten anbrachen und ich mein Werk mehr schlecht als recht zum Abschluss brachte.



Uta hat noch gut Lachen, die Jury eher weniger bei meiner Leistung

Was ein Laie hier vielleicht nicht zu sehen vermag, das sieht die Jury leider umso mehr. Das was Ihr nicht seht, sind ungleiche Längen, unebene Oberflächen, unsauberes Fullcover und immer noch schiefe Seitenlinien...

Am Ende wurde es der 9. Platz von 10 Teilnehmern in meiner Klasse.

In meinem Stolz gekränkt und mit Verbesserungshinweisen von der lieben Fleur (Jury) versorgt ging es abends nicht in die geplante Kneipenstrasse zum Anstoßen sondern ins Hotelzimmer zum Nägel ausbessern.


Vom Ehrgeiz gepackt wurde gefeilt was die Feile und die empfindliche Haut von Uta hergab. Der lange Weg sollte nicht umsonst gewesen sein!

Am Sonntag stellten wir uns der Kategorie Stamping mit mutiger Zuversicht und letzter Hoffnung, aber die Enttäuschung vom Vortag lastete noch schwer im Magen. Vielleicht waren es auch nur die unzähligen Tortenstücke die zum Seelenbalsam wurden.


Diesmal erschwerte uns die Temperatur in der ungeheizten Halle und unsere dadurch gefrorenen, steifen Finger die Arbeit. Tapfer kämpften wir weiter für den Erfolg. Wieder waren die Minuten kürzer als sonst, die eineinhalb Stunden schlecht geplant und der Schlusspfiff kompromisslos schnell. Genau in dem Moment erleuchtete mich die gerade dann absolut hilfreiche Erkenntnis, dass ich wohl im Vorfeld mehr Zeit in Training und Vorbereitung investieren hätte sollen.


Erst nach nur kriechend langsam vergehenden Stunden und noch mehr Kuchenstücken später durfte ich endlich erfahren, dass ich den 2. Platz geschafft habe. Kurz darauf Hielt ich meinen ersten #Pokal in Händen, was ohne mein tolles #teambibi - Michael und Uta - nicht zu schaffen gewesen wäre.


Die Lust auf mehr war und ist definitiv geweckt!



2. Platz Stamping Competition


Impressionen von der grössten #Meisterschaft Europas mit über 400 Teilnehmern jährlich:



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